Ratgeber 2026
Welcher Bit für welche Schraube? Der Überblick
Kreuzschlitz, Schlitz, Torx und Sechskant einfach erklärt — damit Sie nie wieder den falschen Bit ansetzen.
Wer regelmäßig mit dem Akkuschrauber arbeitet, kennt die kleine Frustration: Der Bit passt nicht richtig, rutscht ab, und die Schraube ist beschädigt. Dabei lässt sich das mit ein wenig Grundwissen über gängige Bit-Profile leicht vermeiden. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen praktischen Überblick, welches Bit zu welcher Schraube passt.
Kreuzschlitz (Phillips, PH)
Der Kreuzschlitz ist eines der bekanntesten Profile und an einem kreuzförmigen Einschnitt im Schraubenkopf erkennbar. Er kommt in vielen Haushaltsgegenständen, Möbeln und einfachen Geräten vor. Kreuzschlitz-Bits werden meist in mehreren Größen angeboten, üblicherweise mit der Bezeichnung PH gefolgt von einer Zahl für die Größe.
Pozidriv (PZ)
Pozidriv-Profile sehen dem Kreuzschlitz auf den ersten Blick ähnlich, besitzen aber zusätzliche feine Kerben zwischen den Hauptarmen des Kreuzes. Wird ein Kreuzschlitz-Bit in eine Pozidriv-Schraube gesetzt, rutscht er leichter ab. Viele Möbelhersteller verwenden Pozidriv-Schrauben, weshalb sich ein eigenes PZ-Bit im Set lohnt.
Schlitz
Die einfachste und älteste Form ist der gerade Schlitz. Schlitzschrauben kommen heute seltener in Möbeln vor, finden sich aber weiterhin in älteren Geräten, an Steckdosen oder bestimmten Beschlägen. Ein passendes Schlitz-Bit in der richtigen Breite verhindert, dass der schmale Schlitz beim Schrauben ausreißt.
Torx (TX)
Torx-Schrauben erkennen Sie an ihrem sternförmigen Profil mit sechs Zacken. Sie gelten als besonders robust gegen Abrutschen und werden häufig bei Elektronikgeräten, Fahrrädern und zunehmend auch bei Möbeln eingesetzt. Torx-Bits werden mit der Bezeichnung TX und einer Größenzahl angeboten.
Innensechskant (Inbus)
Innensechskant-Schrauben, umgangssprachlich oft als Inbus bezeichnet, besitzen ein sechseckiges Loch im Schraubenkopf. Sie kommen häufig bei Möbelbeschlägen, Fahrrädern und Maschinenbauteilen vor. Für diese Schrauben benötigen Sie einen sechskantigen Bit oder Schlüssel in passender Größe.
Sicherheitsprofile und Sonderformen
Manche Geräte, insbesondere im öffentlichen Raum oder bei kindersicheren Produkten, verwenden Sicherheitsprofile mit einem zusätzlichen Stift in der Mitte, etwa bei Sicherheits-Torx. Für diese Schrauben benötigen Sie spezielle Bits, die in Standard-Sets meist nicht enthalten sind, aber als eigene Ergänzung erhältlich sind.
So finden Sie das passende Set
Für die meisten Haushaltsaufgaben reicht ein breit aufgestelltes Bit-Set mit Kreuzschlitz, Pozidriv, Schlitz, Torx und Innensechskant in mehreren Größen völlig aus. Wer regelmäßig Elektronikgeräte öffnet oder spezielle Möbelsysteme montiert, profitiert von einem zusätzlichen Präzisions-Set mit feineren Größen. Einen Vergleich aktueller Sets finden Sie in unserer Kategorie Bits & Zubehör.
Ein letzter praktischer Tipp: Setzen Sie den Bit immer gerade und mit leichtem Druck an, bevor Sie den Akkuschrauber starten. Das verhindert ein Abrutschen deutlich zuverlässiger als die Wahl des perfekten Bits allein. Mehr zum praktischen Einsatz beim Möbelaufbau lesen Sie in unserem Ratgeber Möbel aufbauen: Die Grundlagen.
Wenn der Bit dennoch durchrutscht
Trotz sorgfältiger Wahl kann es passieren, dass ein Schraubenkopf bereits vor dem Ansetzen beschädigt ist oder unter Belastung durchdreht. Sachliche Rettungstechniken für genau diesen Fall zeigt unser Ratgeber Schraube mit rundem Kopf lösen.
Bits richtig pflegen und lagern
Auch das beste Bit-Set verschleißt mit der Zeit, besonders wenn Bits über längere Zeit hohem Druck oder falscher Anwendung ausgesetzt sind. Bewahren Sie Bits nach Möglichkeit sortiert in einer Kassette oder einem Bit-Halter auf, statt sie lose in einer Schublade zu lagern — das verhindert Beschädigungen an den Spitzen und erleichtert das schnelle Finden der richtigen Größe. Leicht abgenutzte Bits, die nicht mehr sauber greifen, sollten Sie eher austauschen als sie mit zu viel Kraft weiterzuverwenden, da sonst auch die Schraubenköpfe stärker in Mitleidenschaft gezogen werden.